Breitbandausbau in Kernen startet in der Erwin-Bahnmüller-Straße

02.04.2020
In kleiner Runde und unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen fiel am Mittwochnachmittag der Startschuss für die digitale Zukunft der Kernener Gewerbegebiete. Das Breitbandprojekt wird von Bund und Land mit 90 Prozent gefördert. Gemeinsam mit dem Telekommunikationspartner NetCom BW werden die beiden Gewerbegebiete „Lange Äcker / Furchäcker“ (Rommelshausen) und „Frauenländerstraße“ (Stetten) entwickelt. 

Minibagger, Erde und Glasfaserkabel brachten in der Erwin-Bahnmüller-Straße ein Stück Normalität in den derzeit stark von Corona geprägten Verwaltungsalltag. „Das ist ein großer Schritt für Kernen. Schnelles Internet ist unabdingbar für den zukünftigen Erfolg unserer Unternehmen“, sagte Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. Der Spatenstich war der Startschuss für den Breitbandausbau mit Glasfaserkabel für Betriebe in den beiden Kernener Gewerbegebieten. Die anstehenden Tiefbauarbeiten leistet die Firma Kellner Telecom GmbH.

560.000 Euro Projektkosten

Leistungsfähige Breitbandnetze sind für Unternehmen ein Muss. Die Gemeinde sorgt nun mit der NetCom BW GmbH, einer Tochter der EnBW AG, dafür, dass die Kernener Gewerbegebiete flächendeckend schnelle Glasfaserleitungen erhalten. Bundesfördermittel fließen aus dem Sonderprogramm Gewerbegebiete der Bewilligungsbehörde atene KOM GmbH Breitbandförderung, das den Ausbau in untervorsorgten Gewerbe- und Industriegebiete unterstützt. Bedingung ist, die Gebiete sind derzeit mit weniger als 30 Mbit/s versorgt und es ist in den kommenden drei Jahren  von privaten Investoren kein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant.  

Im Zuge des Projekts werden den Gewerbetreibenden kostenfreie Direktanschlüsse bis ins Firmengebäude zur Verfügung gestellt. Das Angebot enthält jeweils einen Anschluss im Bereich von bis zu einem Gigabit pro Sekunde (1000 Megabit). Kosten entstehen nur für die Inanspruchnahme der Dienste, nicht jedoch für den Anschluss.

Besonders freut sich Bürgermeister Paulowitsch, dass für alle Betrieb eine gute Lösung gefunden wurde: „Auch die Unternehmen, die nicht im Fördergebiet liegen, erhalten kostenlose Anschlüsse. Gemeinde, lokale Betriebe und der Netzbetreiber haben hier ein tolles Beispiel für gelungene Kooperation gesetzt.“

Die Projektkosten für den Ausbau liegen bei 560.000 Euro. Das Förderprogramm beinhaltet die Möglichkeit von Anschlüssen bei rund 50 ansässigen Gewerbetreibenden. 90 Prozent der Projektkosten übernehmen Bund und Land, die restlichen Kosten übernimmt die Gemeinde Kernen im Remstal. Das Ende des Ausbaus hat NetCom BW für Ende 2020 zugesichert. 

Mehr als fünf Kilometer Gräben werden in den kommenden Monaten in Rommelshausen und Stetten gezogen, um die Glasfaser in den Boden zu bekommen. Das geschehe vor allem in den Gehwegen, erklärte Kernens Tiefbauamtsleiter Ralf Bulling. „Minibagger und teils Fräsen“ kommen zum Einsatz, denn Glasfaserkabel benötigen nicht viel Platz. Wo möglich, werden zudem Leerrohre verlegt, was Nachrüstungen in der Zukunft erleichtere.

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